Warum der Herbst der beste Neustart ist
Shownotes
Willkommen zurück – warum der Herbst der beste Neustart ist
Der Sommer ist vorbei, und mit ihm die Pause. In dieser Folge erzähle ich dir, warum ich den September für den ehrlicheren Jahresanfang halte als den Januar — und warum ich einen Ort gebaut habe, an dem wir uns ab jetzt treffen können.
✨ Die 3 Takeaways dieser Folge
- Warum Vorsätze im Januar so selten halten
- Was die Natur uns gerade übers Loslassen zeigt
- Was wir alle festhalten, ohne es zu merken
- Das Feuerritual des Loslassens — eine Übung für diese Woche
- Der Wolfsfrau-Kreis: was dich dort erwartet
💬 Zitat aus der Folge:
„Die Natur lässt nicht los, weil sie aufgibt. Sie lässt los, weil sie weiß, was danach kommt."
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00:00:00: Willkommen beim Wolfshaar Podcast.
00:00:02: Ich bin Annette und begleite dich dabei, den Weg zurück zu dir selbst zu finden.
00:00:08: Raus aus dem Modus des Funktionierens rein ins Bewusstes spüren.
00:00:14: Willkommen zurück nach meiner Sommerpause!
00:00:17: Schön dass du da bist.
00:00:19: vorgestern Abend saß ich draußen etwas länger als geplant wie das ja im September öfter schon mal ist Und irgendwann bin ich reingegangen habe mir eine Decke geholt.
00:00:32: Und das war der Moment, nicht der Kalender und nicht ein Datum sondern diese Decke sagt mir einfach der Sommer ist durch.
00:00:44: Ich saß dann da mit den Händen um die Tasse und hab' dann auf den Ahorn im Nachbargarten geschaut.
00:00:49: Der fängt jedes Jahr als Erster an.
00:00:51: Ein paar Blätter am oberen Rand hatten schon gedreht.
00:00:54: Das satte Grün war schon stumpfer geworden Und statt Wehmut kam etwas anderes in mir hoch.
00:01:04: Diese leise Lust aufzuräumen!
00:01:08: Nee, nicht die Wohnung – eher so das Innere.
00:01:12: Wenn es dir gerade ähnlich geht, dann ist diese Folge genau für dich.
00:01:18: Heute geht es um drei Dinge.
00:01:20: Erstens Warum ich glaube dass der Herbst die ehrlichere Zeit für Neuanfänge ist als der Januar?
00:01:27: Zweitens Was die Natur uns grade übers Loslassen zeigt.
00:01:32: Und drittens, darauf freue ich mich am meisten, habe ich etwas gebaut.
00:01:37: Einen Ort!
00:01:38: Aber dazu später mehr.
00:01:48: Weißt du warum der Januar so selten funktioniert wenn es um Vorsätze geht?
00:01:53: Du kennst dir das Ritual.
00:01:55: Zwischen den Jahren wird es meistens etwas stiller und man hat dann Zeit zum nachdenken... ...und dann entsteht dieser Vorsatz.
00:02:04: Ab Januar wird alles anders Mehr Bewegung weniger Bildschirm, endlich die Morgenroutine von der alle so reden.
00:02:16: Und dann Ende Januar ist meistens nichts mehr davon übrig.
00:02:22: Statistisch gesehen halten die meisten Vorsätze keine drei Wochen und die übliche Erklärung lautet dann zu wenig Disziplin – ich glaube das stimmt nicht!
00:02:36: Ich glaube Der Zeitpunkt ist falsch.
00:02:40: Schau dir doch mal an was im Januar draußen passiert.
00:02:44: Es ist dunkel, wenn du aufstehst.
00:02:46: Es ist Dunkel, Wenn Du Feierabend machst.
00:02:50: Die Natur ruht komplett.
00:02:53: Kein Baum treibt aus, kein Tier baut ein Nest.
00:02:57: Alles ist auf Sparflamme.
00:03:00: Und ausgerechnet in diesem Moment nehmen wir uns vor uns komplett neu zu erfinden.
00:03:07: Wir arbeiten damit gegen die Jahreszeit.
00:03:11: Kein Wunder dass es sich anstrengend anfühlt oder?
00:03:15: Und dazu kommt etwas Zweites.
00:03:18: Der Januarvorsatz ist fast immer ein Vorsatz des Hinzufügens mehr Sport, mehr Achtsamkeit, mehr Gemüse.
00:03:30: Wir packen etwas obendrauf auf ein Leben das ohnehin schon voll ist und genau da fängt es Problem an.
00:03:39: Wenn dein Tag jetzt schon randvoll ist dann ist noch etwas dazu keine Lösung.
00:03:45: Es ist höchstens eine weitere Last.
00:03:48: Schau dir dagegen den Herbst an!
00:03:51: Draußen passiert genau das Gegenteil, die Natur fügt nichts hinzu.
00:03:58: sie gibt ab Die Bäume lassen ihre Blätter fallen und... Das ist mir wichtig.
00:04:04: Sie tun es nicht weil irgendwas schief gelaufen wäre.
00:04:08: Sie tun das weil es an der Zeit ist.
00:04:12: Ein Baum der im Winter noch alle seine Blätter hätte Der würde glatt unter dem Schnee zusammenbrechen.
00:04:18: Das Laub, das im Sommer seine Kraftquelle war wird im Winter zur Gefahr.
00:04:23: Also lässt das los und dass ohne großes Drama, ohne Abschiedsschmerz, ohne einen Plan wie das nächste Frühjahr genau aussehen soll.
00:04:36: Kein Baum steht im Oktober da und denkt aber was wenn ich im winter Karl schlecht aussiehe?
00:04:43: Was wenn Ich die Blätter noch brauche?
00:04:46: er weiß es ohne zu wissen Teil des Weges und nicht das Ende davon.
00:04:52: Und das ist der Punkt, an dem ich glaube dass wir vom Herbst mehr lernen können als vom Januar!
00:05:00: Ein Neuanfang der mit loslassen beginnt ist ehrlicher.
00:05:04: Er fügt nichts hinzu.
00:05:06: er schafft erstmal Platz.
00:05:10: Nicht dieses ab jetzt wird alles anders sondern eher Das hier trage ich nicht mehr mit.
00:05:19: Spürst du den Unterschied?
00:05:21: Der erste Satz macht Druck und der zweite macht Luft.
00:05:26: Lass uns konkret werden, was hältst du eigentlich fest?
00:05:31: Wenn ich diese Frage in Gesprächen stelle, denken die meisten Frauen zuerst an die großen Dinge – eine Beziehung, die längst vorbei ist, ein Job, den nicht mehr passt… Eine Freundschaft, die sich anstrengend anfühlt!
00:05:47: Aber ehrlich gesagt sind das meistens nicht die großen Dinger, es sind die kleinen, unauffälligen die die wir festhalten, ohne sie überhaupt zu merken.
00:05:57: Zum Beispiel ein Bild von uns selbst das nicht mehr stimmt!
00:06:01: Wie so einen... Ich bin die, die das immer erledigt.
00:06:06: Vielleicht warst du das mal?
00:06:08: Vielleicht bist du längst jemand anders Aber alle rechnen damit dass du es weiter erledigst Du selbst eingeschlossen.
00:06:18: Oder ist eine Erwartung, die du gar nicht mehr teilst aber trotzdem noch erfüllts Weil du sie irgendwann übernommen und nie überprüft hast, ob es überhaupt deine ist.
00:06:29: Oder ein Gefühl von Schuld für eine Entscheidung die du damals für genau richtig hälst.
00:06:36: Rückblickend sieht immer alles anders aus.
00:06:38: das heißt nicht dass du damals falsch entschieden hast oder – und den kennen viele – eine alte Version eines Streits, die wir in Gedanken immer wieder führen mit denselben Personen, denselmen Sätzen demselben Ausgang manchmal jahrelang und der andere, der hat es schon längst vergessen.
00:07:01: Was all diese Dinge gemeinsam haben das Festhalten ist selten Dummheit meistens ist es Vertrautheit.
00:07:09: Das alte kennen wir auch wenn es uns nicht mehr gut tut.
00:07:13: Es ist doch schon noch berechenbar Und das neue ist unbekannt und Unbekanntes macht unser Nervensystem vorsichtig.
00:07:23: Ich sage dir dass weil ich möchte dass du dir dafür keine Vorwürfe machst.
00:07:27: Festhalten ist kein Charakterfehler, es ist ein Schutzreflex.
00:07:32: Dein Gehirn baut nicht auf loslassen sondern auf Sicherheit.
00:07:36: Nur manchmal schützt es sich halt vor etwas was gar nicht mehr gefährlich ist.
00:07:42: Ich möchte dir heute eine kleine Übung mitgeben Eine die du diese Woche machen kannst ohne dass Du dafür groß zeitfrei schaufeln musst.
00:07:52: Sie heißt das Feuerritual des Loslassens und sie ist so einfach dass man sie fast unterschätzen könnte.
00:08:00: Du brauchst einen Zettel, einen Stift und einen sicheren Ort an dem du etwas verbrennen kannst.
00:08:09: Feuerfeste Schale zum Beispiel reicht oder ein Grill.
00:08:12: vielleicht hast du auch einen Kamin.
00:08:14: Wer das nicht hat der kann den zettel auch gerne vergraben.
00:08:17: Das funktioniert genauso gut Und so geht's.
00:08:22: Nimm dir zehn Minuten Setz dich hin Machst ihr ein bisschen gemütlich gerne auch draußen wenn es das Wetter zulässt.
00:08:33: Schreib auf, was du nicht mehr tragen möchtest.
00:08:37: Nicht sortiert und nicht schön formuliert – einfach raus damit!
00:08:41: Zweifel, Perfektionismus eine Erwartung die nie deine war der Satz den jemand vor Jahren gesagt hat und den du immer noch mit dir herum trebst.
00:08:52: Schreib vollkommen ungefiltert.
00:08:54: es ließ niemand außer dir und wenn du fertig bist verbrennst Du den Zettel.
00:09:01: Achte dabei auch deine Sicherheit bitte Und dann schaust du zu.
00:09:06: Und weißt Du, warum das wirkt?
00:09:09: Weil Dein Unterbewusstsein symbolische Handlungen viel ernster nimmt als wir denken!
00:09:15: Etwas dass verbrannt ist steht nicht mehr auf der Liste.
00:09:19: Es ist weg Nicht nur im Kopf sondern sichtbar.
00:09:25: Ich mache dieses Ritual selbst jedes Jahr im September und jedes Jahr bin ich doch sehr überrascht was da alles auf meinem Zettel zusammenkommt Meistens Dinge von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie noch trage.
00:09:38: Und jetzt komme ich zu dem, worauf Ich mich in dieser Folge am meisten freue.
00:10:08: So gesehen geht alles in eine Richtung und was mir gefehlt hat, ist ein Ort.
00:10:14: Einer an dem man sich trifft.
00:10:16: und deshalb öffne ich heute den Wolfsfrau-Kreis!
00:10:22: Und bevor du jetzt denkst das sei wieder so ein Programm mit Modulen und Wochenaufgaben und to do's... Nein genau das ist es nicht.
00:10:32: Es gibt dort keine Challenges, kein Korrikulum, keine verpasste Woche die du nachholen müsstest.
00:10:38: Wenn dein Leben drei Wochen lang lauter ist als du, dann läuft der Kreis dir nicht weg.
00:10:44: Was es gibt, ist ein Rhythmus und der folgt den Jahreszeiten so wie die Natur es seit jeher macht.
00:10:54: Im Herbst wird losgelassen im Winter wird es stiller Im Frühling regt sich etwas Und dem Sommer soll es leicht sein.
00:11:05: Konkret heißt das Jeden Sonntag findest du dort einen kleinen Impuls.
00:11:10: Ein Ritual aus meiner jahreszeitlichen Liste, zwölf Stück pro Jahreszeit!
00:11:16: Das Feuerritual von dem ich dir eben erzählt habe ist das erste.
00:11:21: Manche der Rituelle dauern zwei Minuten, manche werden zu etwas was dich durch die ganze Woche trägt.
00:11:28: Dazu gibt es einen Kursbereich für das Wolfsvorgwiss mit den fünf Wolfsfrau Persönlichkeiten – Die Erschöpfte, die Tragende, die Suchende Die Wachende und die Rückkehrende.
00:11:40: Falls du das Quiz noch nicht gemacht hast, dort findest du es auch!
00:11:45: Es gibt eine Bibliothek mit allem was ich je geschrieben habe, das ganze dann nach Themen sortiert.
00:11:51: Du heisst schon für die regnerischen Nachmittage oder die kommenden langen Winterabende Und es gibt einen Austauschraum Frauen, die gerade dasselbe suchen wie du Oder wo du einfach nur Hallo sagen kannst.
00:12:06: Der Beitritt ist kostenfrei.
00:12:08: Ich stelle dir beim Eintreten nur eine Frage, damit ich dich ein wenig kennenlerne.
00:12:13: Den Link in den Wolfsv-Kreis findest du in den Show Notes.
00:12:18: Eine Sache noch bevor ich Schluss mache.
00:12:20: Denk dran!
00:12:21: Du musst diesen Herbst nichts erzwingen.
00:12:25: Es gibt keinen Zeitplan den du einhalten musst.
00:12:28: der Herbst dauert solange er dauert.
00:12:32: Wenn ihr das mit dem loslassen heute zu groß ist Dann lass es liegen.
00:12:37: Vielleicht ist nächste Woche der richtige Moment, vielleicht auch erst im November?
00:12:42: Der Baum vom Nachbar verliert auch nicht alle Blätter an einem Tag!
00:12:47: In zwei Wochen am einzwanzigsten September geht es weiter – dann sprechen wir darüber was eigentlich bleibt wenn wir aufhören festzuhalten und warum loslassen und verlieren nicht dasselbe sind.
00:13:03: Und bis dahin sei sanft mit dir.
00:13:07: Ich freue mich wenn wir uns im Wolfsfrau-Kreis sehen.
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